Vor dem Einlagern: prüfen und kennzeichnen
Nach dem Abmontieren lohnt sich ein kurzer Check, bevor die Reifen für ein halbes Jahr verschwinden:
- Profiltiefe messen: Weniger als etwa 3 mm bei Sommer- oder 4 mm bei Winterreifen? Dann lohnt sich das Einlagern oft nicht mehr.
- Auf Schäden achten: Risse, Beulen an der Flanke, eingefahrene Steine oder Nägel.
- Reinigen: Grober Schmutz und Bremsstaub lassen sich mit Wasser und einer Bürste entfernen.
- Kennzeichnen: Notieren Sie die Position am Fahrzeug, etwa „VL“ für vorne links. So können Sie die Räder beim nächsten Wechsel gezielt tauschen und gleichmäßig abfahren.
Der richtige Lagerort
Reifen altern durch Licht, Wärme, Sauerstoff und Ozon. Der ideale Lagerort ist deshalb:
- kühl, aber frostfrei
- trocken
- dunkel, ohne direkte Sonne
- frei von Lösungsmitteln, Öl, Kraftstoff und Chemikalien
- nicht direkt neben Heizungen oder Elektromotoren, die Ozon erzeugen können
Ein kühler Keller oder eine dunkle Garagenecke eignen sich meist gut. Reifentaschen schützen vor Staub und erleichtern den Transport.
Mit oder ohne Felge – das macht einen Unterschied
Kompletträder (mit Felge)
Räder mit Felge werden liegend gestapelt – höchstens vier übereinander – oder an einem Felgenbaum aufgehängt. Erhöhen Sie den Luftdruck vor dem Einlagern leicht, um Standplatten vorzubeugen; vor der Montage stellen Sie ihn wieder auf den Sollwert ein.
Reifen ohne Felge
Reifen ohne Felge werden stehend gelagert und etwa einmal im Monat ein Stück gedreht. Liegend gestapelt verformen sie sich unter dem Gewicht.
Die DOT-Nummer: so alt ist Ihr Reifen
Auf der Flanke jedes Reifens steht eine Zeichenfolge, die mit „DOT“ beginnt. Entscheidend sind die letzten vier Ziffern, oft in einem ovalen Feld:
- Die ersten beiden Ziffern stehen für die Produktionswoche.
- Die letzten beiden Ziffern stehen für das Produktionsjahr.
Beispiel: „2423“ bedeutet: produziert in der 24. Kalenderwoche 2023.
Wie alt darf ein Reifen sein?
Für Pkw gibt es in Deutschland keine gesetzliche Altersgrenze. Mit den Jahren verhärtet die Gummimischung jedoch, auch wenn noch genug Profil vorhanden ist. Ältere Reifen haften schlechter, besonders bei Nässe und Kälte. Viele Experten raten, Reifen spätestens nach etwa sechs bis acht Jahren zu ersetzen und ältere Reifen besonders kritisch zu prüfen. Achten Sie auf feine Risse in der Flanke oder zwischen den Profilblöcken.
Eine Ausnahme gibt es bei Anhängern mit Tempo-100-Zulassung: Hier dürfen die Reifen nicht älter als sechs Jahre sein.
Der passende Zeitpunkt für den Wechsel
Als Faustregel gilt „von O bis O“: Winterreifen von Oktober bis Ostern. Die Winterreifenpflicht in Deutschland ist situativ – bei Schnee, Eis oder Glätte müssen wintertaugliche Reifen mit Alpine-Symbol montiert sein, egal welches Datum gerade ist. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Winterreifenpflicht.
Reifenwechsel ohne Schleppen und Warten
Schwere Räder in den Kofferraum laden, zur Werkstatt fahren und dort warten – das muss nicht sein. Der mobile Reifenservice wechselt Ihre Räder direkt vor Ort, wuchtet sie aus und prüft Luftdruck und Profil. Einen Wunschtermin können Sie online buchen. Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen nutzen den saisonalen Reifenwechsel für Flotten.
Kurz zusammengefasst
- Vor dem Einlagern Profil und Schäden prüfen, Räder kennzeichnen
- Kühl, trocken, dunkel und ohne Chemikalien lagern
- Mit Felge: liegend stapeln oder aufhängen; ohne Felge: stehend, regelmäßig drehen
- DOT-Nummer: Woche und Jahr der Produktion, z. B. 2423 = KW 24/2023
- Ältere Reifen besonders genau prüfen und rechtzeitig ersetzen
Termin für den Reifenwechsel bei Ihnen vor Ort? Rufen Sie uns an: 0176 2348 1190.

